Eine junge Frau fährt lächelnd auf einem roten Roller durch die Stadt.

Das Bild zeigt eine junge Frau, die einen weißen Motorradhelm trägt und auf einem auffällig roten Roller sitzt. Sie hat blonde Haare, die unter dem Helm hervorfallen, und trägt eine helle, rosafarbene Jacke über einem weißen Top. Ihr Gesichtsausdruck ist strahlend und freudig, mit einem breiten Lächeln, das ihre Begeisterung für die Fahrt zeigt. Ihre Hände halten den Lenker des Rollers, wobei ihre linke ihren Daumen auf dem Gasgriff ruht. Der Roller ist detailreich dargestellt, mit Chromakzenten und einem runden Scheinwerfer, der leicht nach oben geneigt ist. Im Spiegel des Rollers spiegelt sich ein Gebäude.

Die Umgebung ist unscharf und deutet auf eine städtische Szenerie hin. Im Hintergrund sind unscharfe Silhouetten von Gebäuden zu sehen, einige mit dunklen Fenstern. Ein roter Lichtpunkt, möglicherweise eine Ampel oder ein Bremslicht, ist im Hintergrund erkennbar. Die Lichtverhältnisse suggerieren einen sonnigen Tag, mit weichem, natürlichem Licht, das die Szene erhellt und eine warme, fröhliche Atmosphäre schafft. Die Stimmung ist unbeschwert und dynamisch, vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Freude am Unterwegssein in der Stadt.

Mobilität gezielt fördern

23.03.2026 6 Minuten Lesedauer

Mobilität gezielt fördern

Der Arbeitstag beginnt nicht erst im Büro, sondern auf dem Weg dorthin. Viele Beschäftigte pendeln – oft täglich und über lange Strecken. Ein maßgeschneidertes Konzept zur Mobilitätsunterstützung hilft, die verschiedenen steuerlichen Vorteile zu nutzen und gleichzeitig das Unternehmensimage zu verbessern.

Die meisten Berufstätigen erreichen ihren Arbeitsplatz mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Mancher wohnt vielleicht nahe genug, um mit dem Skooter oder Fahrrad zur Arbeit zu kommen. Für all diese Verkehrsmittel gibt es unterschiedliche steuerliche Fördermöglichkeiten. Für Arbeitgeber ist dies eine Möglichkeit, statt kostenintensiver Gehaltserhöhung eine steuerlich optimierte Zusatzleistung anzubieten und gleichzeitig das Unternehmen attraktiver zu machen. 

Schritt 1: Bedarf klären

Zu Beginn der Mobilitätsförderung steht die Frage, welcher Mitarbeiter warum mit welchen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommt. Mithilfe eines kurzen Fragebogens lassen sich folgende Fragen klären:

  • Mit welchem Verkehrsmittel kommen Sie meist zur Arbeit?
    • Pkw in alleiniger Nutzung
    • Pkw zusammen mit anderen Haushaltsmitgliedern
    • Pkw als Fahrgemeinschaft mit anderen Personen/Carsharing
    • Fernverkehr (Deutsche Bahn, Fernbus)
    • Regionalverkehr, S-Bahn
    • Straßenbahn / U-Bahn / Bus
    • Motorrad / Mofa / Moped / Roller
    • Fahrrad
    • E-Bike / Pedelec /E-Scooter / E-Roller
    • Zu Fuß
    • Andere: ___________
  • Wechseln Sie je nach Wetter oder Jahreszeit das Verkehrsmittel? (Wenn ja, ggf. obige Liste für Schlechtwetter- und Gutwetternutzung getrennt ausfüllen lassen.)
  • Was kostet Sie Ihr Arbeitsweg pro Monat?
  • Wann fahren Sie in der Regel los und wie weit ist Ihr Arbeitsweg?
  • Wie lange dauert eine Strecke – bei gutem und bei schlechtem Wetter?
  • Warum nutzen Sie dieses Verkehrsmittel?(z.B. Mitnahme anderer Personen, Angst an Haltestellen)
  • Wie belastend ist Ihr Arbeitsweg für Sie?
  • Was müsste sich ändern, damit Sie anders zur Arbeit kommen? (z. B. mehr ÖPNV, bessere Radwege, geringere Kosten)

Schritt 2: Maßnahmen planen

Die Auswertung der Fragebögen ergibt ein bestimmtes Profil der Mitarbeiter und ihrer Verkehrsmittel. Auf dieser Basis kann das Unternehmen ableiten, was sie brauchen:

Wie viele Personen nutzen einen (Dienst-)PKW oder ein motorisiertes Zweirad/E-Bike? Dieser Personenkreis benötigt ausreichend viele Parkplätze/Ladeplätze und könnte von zweckgebundenen Tankgutscheinen/Ladekarten bzw. -möglichkeiten (im Betrieb und am Wohnhaus) als steuerlichem Vorteil profitieren. Auch der mit 15 Prozent pauschal besteuerte Fahrtkostenzuschuss könnte infrage kommen.

Wie viele Menschen nutzen öffentliche Verkehrsmittel? Hier könnte ein vom Arbeitgeber gestelltes, zusätzlich zum Gehalt gewährtes bzw. bezuschusstes Jobticket bzw. Deutschlandticket oder eine BahnCard helfen – für ÖPNV-Zuschüsse gelten keine Höchstbeträge und die private Nutzung ist ausdrücklich erlaubt. Weitere Möglichkeiten sind ggf. eine Sammelbeförderung von der Haltestelle zum Unternehmen oder eine eigene Bus-/Bahnhaltestelle am Unternehmen.

Wie viele Menschen kommen mit dem Fahrrad? Hier könnte sich das Angebot eines steuerbegünstigten Job- oder Dienstrades bzw. E-Bikes lohnen. Zudem sollten genügend wettergeschützte, beleuchtete Fahrradständer und eventuell auch eine Reparatur- und Luftpumpenstation vorhanden sein. Bei einer sehr hohen Radfahrerquote könnten auch eine Dusch-/Umkleidemöglichkeit und Schließfächer für Wechselkleidung vorgesehen werden.

Flexible Lösung

Sollte sich herausstellen, dass das Unternehmen eine Kombination vieler verschiedener Angebote benötigt, dürfte die Einrichtung eines steuerfreien Mobilitätsbudgets (monatlicher Sachbezug in Höhe von 50 Euro steuerfrei, darüber hinausgehende Sachzuwendungen pauschal mit 30 Prozent besteuert; ein zusätzlicher ÖPNV-Zuschuss bleibt unbegrenzt steuerfrei) die flexibelste Lösung sein. 

Praxistipp:

All jenen, die angegeben haben, dass sie eine zeitaufwändige, störungsanfällige oder umständliche Anfahrt zur Arbeit haben, könnte auch eine erhöhte Homeoffice-Quote sowie technische Möglichkeiten für mobile Arbeit und Videokonferenzen angeboten werden.

Schritt 3: Umsetzen

Das Ziel ist einfach: Der Arbeitsweg soll möglichst bequem und zuverlässig sein. Denn die Mitarbeiter tragen das Wegerisiko und oft auch einen beträchtlichen Zeitverlust durch die Anfahrt. Wenn das Unternehmen eine ökologisch-nachhaltige Ausrichtung verfolgt, sollte sich dies auch in der ausdrücklichen Förderung von E-Mobilität, öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. Fahrrädern zeigen. Das vermittelt Konsequenz und Glaubwürdigkeit, auch bei der Personalgewinnung. 

Schritt 4: Evaluieren

Das Unternehmen sollte in jährlichen Abständen erheben, ob sich Bedarf und Nutzung verändert haben und wo sich eventuell Probleme ergeben. Zudem sollte jeder neu eingestellte Arbeitnehmer im Begrüßungsgespräch die obigen drei Fragen beantworten. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Mobilitätsangebote weiterhin zum Bedarf passen.

Schritt 5: Fuhrpark einbeziehen

Inzwischen gibt es viele Möglichkeiten, Dienstfahrzeuge auf ökologische Antriebe umzustellen. Es kommt dem Unternehmensimage zugute, wenn die Fahrzeugflotte mit E-Antrieb fährt und für Aufträge in der Umgebung vielleicht auch einmal eine werbeträchtige Lastrikscha oder ein Dienstfahrrad genutzt wird. An den Größenbedarf des Auftrags angepasste Fahrzeuge und exzellent gewartete Fuhrparks vermitteln ein positives, modernes Unternehmensimage und erleichtern Interessenten die Entscheidung für einen neuen Arbeitgeber.

Vorteil für die Personalgewinnung

Mobilitätsförderung und flexible Arbeitsmodelle gehören für junge Fachkräfte inzwischen zu einem attraktiven Jobangebot dazu. Unternehmen mit derartigen Benefits sollten diese daher auch in ihre Personalgewinnungsmaßnahmen einbinden, auf der Firmenhomepage prominent darstellen und insgesamt als Wettbewerbsvorteil betonen.

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